Meisterschaft 1. Liga

von Herbert Marxer

USV müht sich zum wichtigen 1:0-Heimsieg

1. Liga Der USV Eschen/Mauren setzte sich im Sportpark durch einen Treffer von Maximilina Nussbaumer gegen Schlusslicht Thalwil knapp mit 1:0 durch. Drei ganz wichtige Punkte für den USV, der sich in der Tabelle auf Platz acht vorschob.

Von Elred Faisst (Liechtensteiner Volksblatt)

Spiele gegen ein abgeschlagenes Schlusslicht muss man gewinnen, will man nicht selbst zu tief in die Abstiegszone hineingeraten. Das gelang dem USV Eschen/Mauren im heimischen Sportpark gestern zwar, die Leistung der Regtop-Elf liess aber durchaus einige Wünsche offen. Schliesslich stand den Unterländern auch das Glück einige Male Pate, ganz besonders bei einem Lattenkracher und einem weiteren Sitzer der Gäste in den letzten fünf Spielminuten. Der USV dominierte die erste Halbzeit gegen den Tabellenletzten und ging durch einen Kopfballtreffer von Maximilian Nussbaumer nach einer Flanke von der rechten Seite verdient in Führung. Bis zum Pausenpfiff verzeichneten die Liechtensteiner einige gute, aber nicht wirklich hundertprozentige Tormöglichkeiten. Erst Goalgetter Michael Bärtsch sorgte per Freistoss, den Gästekeeper Kessler mit grossartiger Parade abwehrte, für grosse Gefahr vor dem Schweizer Tor. Zur Pause wechselten die Gäste Bushati für Mukinisa ein und nahmen auch einige Umstellungen vor. Und waren plötzlich im Spiel. Zusehends rückte USV-Keeper Claudio Majer in den Mittelpunkt des Geschehens. Aber der jüngere der beiden Majer-Brüder war an diesem Tag nicht zu bezwingen und hatte in der Schlussphase auch das nötige Glück des Tüchtigen. «Das war ein ganz wichtiger Sieg, in den letzten acht Spielen haben wir 15 Punkte geholt und die Schwächen der Anfangsphase wieder ausmerzen können. Gegen Thalwil hatten wir in der Schlussphase zwei Mal Glück. Trotzdem glaube ich, dass der Sieg verdient war», meinte USV-Trainer Erik Regtop nach dem 1:0-Sieg. Nach dem letzten Heimspiel im Herbst gab es zum Ausklang für die USV-Spieler einen Leckerbissen: Käsknöpfle von Skilegende Martha Bühler. Das letzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr bestreitet der USV am kommenden Samstag auswärts beim FC Linth.  (Foto: Michael Zanghellini)

Wichtiger Dreier für den USV

Gegen Schlusslicht Thalwil konnte sich der USV Eschen/Mauren dank eines Treffers von Maximilian Nussbaumer drei Punkte sichern.

Stefan Banzer (Liechtensteiner Vaterland)

 Schön war das, was die Zuschauer im Eschner Sportpark gestern Nachmittag zu sehen bekamen, nicht.  Aber nach 90 intensiven Minuten war die Laune bei den Spielern und den Anhängern des USV trotzdem bestens. Gegen das Tabellenschlusslicht Thalwil konnte sich der USV nämlich drei wichtige Punkte sichern.

USV zu umständlich, Thalwil harmlos

Das gestrige Spiel entwickelte sich von Beginn weg etwa so, wie man es erwarten konnte. Aufgrund der Wichtigkeit des Spiels riskierten die beiden Mannschaften nicht wirklich viel. Spielerische Höhepunkte waren selten und die Partie wurde mit viel Kampfgeist geführt. Dementsprechend dauerte es auch ganze 21 Minuten bis zur ersten nennenswerten Szene im Spiel. Dabei spielte Nationalspieler Livio Meier, der energisch nachsetzte und damit einen Einwurf rausholte, eine entscheidende Rolle. Beim folgenden Einwurf wurde der Ball zur Mitte verlängert, wo sich Maximilian Nussbaumer entscheidend durchsetzte und zur Führung des USV ins lange Eck köpfte.

Der FC Thalwil hingegen kam praktisch nie mit dem Ball in die Hälfte der Unterländer. Und wenn, dann war die Abwehr um Alexandar Petkovic zur Stelle und erstickte die Bemühungen bereits im Keim. Es dauerte mehr als eine halbe Stunde, bis Armando Majer ein erstes Mal eingreifen musste und einen Distanzschuss zur Ecke abwehrte. Fünf Minuten vor der Pause vergeigten die Unterländer dann eine hundertprozentige Chance. Etwas, das sich später beinahe noch ge­rächt hätte. Michael Bärtsch grätschte einen Pass von Goalie Kessler nämlich gedankenschnell ab und bediente damit Gaye, der alleine vor dem Tor am Thalwil-Schlussmann scheiterte.

Die Partie wurde auch nach der Pause nicht wirklich schöner anzusehen. Der USV agier­te viel zu umständlich und versuchte es gegen spielerisch bescheidene Gäste trotzdem meis­tens nur mit langen Bällen auf Michael Bärtsch. Und wenn man einmal vors Tor kam, dann wurde oft die falsche Entscheidung getroffen und abgespielt, anstatt einfach einmal zu schiessen. Als etwas mehr als eine Stunde gespielt war und Thalwil noch immer zu keiner Chance kam, wurde das Spiel des USV auf unerklärliche Weise nervöser. Durch solche Unsicherheiten und die Nervosität kam Thalwil dann erstmals besser ins Spiel und drückte auf den Ausgleich. Gleich zwei Mal forderten die Gäste Penalty, die der Unparteiische aber beide Male nicht pfiff. Doch der USV hatte trotzdem Mühe, und so war es das Glück, das den USV in der 82. Minute rettete. Nach einem Freistoss der Gäste kam es zu einem Gewühl im Strafraum, bei dem die Unterländer den Ball nicht wegbrachten und der Ball irgendwie an der Lattenunterkante landete. Zum Glück für den USV prallte er von dort zurück ins Feld und konnte geklärt werden.

Danach versuchte Thalwil zwar noch einmal alles, der USV hielt jedoch stand und sicherte sich trotz hochkochender Emotionen – Thalwils Co-Trainer wurde mit einer roten Karte auf die Tribüne geschickt – wichtige drei Punkte. Dank dieser Punkte hat der USV drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und wird, sollte nächstes Wochenende nicht gar alles schiefgehen, über dem Strich überwintern.

Telegramm: Sportpark, Eschen. 450 Zuschauer. Schiedsrichter Esteban Risi, assistiert von Claudio Marra und Serdar Sasmaz.

USV Eschen/Mauren: A. Majer; S. Wolfinger, Petkovic, Pésceli, Sonderegger; Scherrer; Thöni, Meier (72. F. Wolfinger), Gaye (67. Gubser), Nussbaumer (84. Ospelt); Bärtsch.

FC Thalwil: Kessler; Junuzi, Ferricchio, Kavcic, Chassanidis (82. Ramljak); Manuel, Del Pilato (82. Sanchez); Cerjak (67. Bondoy), Gashi, Ardito; Mukinisa (46. Bushati).

Tore: 1:0 21. Maximilian Nussbaumer.

Bemerkungen: Verwarnungen für Del Pilato (32. – Foul), Thöni (39. – Foul), Gayer (67. – Zeitspiel), Bushati (69. – Reklamieren), S. Wolfinger (81. – Foul), Scherrer (89. ­– Foul)

 

 

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