Meisterschaft 1. Liga

von Herbert Marxer

WICHTIGER PUNKT IN DER NACHSPIELZEIT

Der USV holt sich in Gossau in letzter Sekunde noch einen Punkt in der Nachspielzeit. Sefa Gaye und Philipp Ospelt treffen zum glücklichen 2:2 Ausgleich.

Obwohl die Unterländer in der ersten Halbzeit nicht weniger Spielanteile hatten, lag die Elf von Trainer Regtop nach zwanzig Minuten bereits mit 2:0 im Rückstand. Nach einer Flanke von der linken Seite erzielte Uzunovic am Sechzehner freistehend mit einer Direktabnahme aus rund 15 Meter ein Pracht-Tor (9. Min.) zur 1:0 Führung.  Dem Treffer war allerdings ein nicht geahndetes Foul voraus gegangen. Das 2:0 der Gossauer war nicht weniger schön und in der Entstehung eine Kopie des ersten Tores. Wiederum marschierte der Stürmer über den Flügel durch, dieses Mal über die rechte Seite und den Flankenball setzte der freistehende Vuleta (20.) mit einem Hechtköpfler unhaltbar in die Maschen. Die Unterländer hingegen machten aus ihrem Ballbesitz viel zu wenig. Das Offensivspiel verpuffte meist am Sechzehner und kam ohne den immer noch verletzten Goalgetter Bärtsch nicht so recht in die Gänge. Einzig Gubser (7.) und Lehmann (36.) kamen zu Chancen, blieben aber erfolglos. Im Mittelfeld hatte Gossau viel zu viele Freiheiten und die Unterländer waren oft zu wenig eng am Mann und erkämpften sich kaum zweite Bälle.

Zweite Halbzeit in Überzahl

Die zweite Halbzeit konnten die Unterländer in Überzahl bestreiten. Dies weil der bereits verwarnte Estermann gegen Ende der ersten Hälfte (36.) nach einem  harten Einsteigen gegen Schmid, der nicht mehr weiterspielen konnte, die Ampelkarte sah. Trotz der Überzahl dauerte es lange bis das USV Team gegen die dezimierten  Gossauer endlich Druck aufsetzen konnte. Dabei hatten die Unterländer sogar noch Glück durch die Konter der Gossauer nicht endgültig zurückgebunden zu werden. Vor allem nach knapp einer Stunde schien die Partie endgültig gelaufen, doch rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen USV Torhüter. Erst in den letzten zwanzig Minuten kamen die Unterländer besser in die Zweikämpfe und setzten ihren Offensivbemühungen Dampf auf. Besonders Sonderegger preschte auf seiner Seite immer wieder nach vorne. Er war es dann auch der den Anschlusstreffer mit seinem Zuspiel auf Kaye einleitete. Sefa Kayes Schuss aus kurzer Distanz landete schliesslich (78.) abgefälscht zum 2:1 im Tor. Plötzlich lag ein Punktgewinn für die Unterländer wieder in Reichweite, doch die Zeit schien ihnen davon zu laufen. Gossau stemmte sich mit allen Mitteln gegen den Ausgleich und kassierte diesen tief in der Nachspielzeit dann doch noch. Ein hoher Ball in den Sechzehner leitete Pektovic mit dem Kopf auf Philipp Ospelt weiter, der den Ball zum 2:2 (90+4) ins lange Eck schoss.

Ein glücklicher aber wichtiger Punkt für die Unterländer, die sich damit über dem Strich halten konnten, während Gossau auf einen Abstiegsplatz rutschte. (hem) Liechtensteiner Vaterland

 

Telegramm:

Sportanlage Buechenwald Gossau –300 Zuschauer. – SR: Drmic Marian, assistiert von Schmitter Dimitri und Da Cunna Rui Cristiano

USV Eschen/Mauren: Majer Armando; Schmid ( 38. Ospelt), Petkovic, Pécseli, Wolfinger (82. Menderes); Scherrer (67. Meier); Thöni, Gubser (71. Nussbaumer), Sonderegger, Kaye; Lehmann    

FC Gossau: Geisser; Stacher, Van der Werff, Estermann, Grin; Kouame; Ledergerber (37. Bischofberger), Baumann Nguyen (87. Mock), Vuleta (77. Triet);  Uzunovic (62. Panella)

Tore: 1:0 9. Min. Amar Uzunovic, 2:0 20. Min. Stjepan Vuleta, 2:1 78. Min. Sefa Kaye,  2:2 90+4 Min. Philipp Ospelt

Bemerkungen: Verwarnungen für Estermann und Baumann (FCG); Ampelkarte für Estermann in der 36. Min.  FC Gossau ohne Meresi (gesperrt), Hirschi, Bruggmann und Lanker (alle verletzt), Pavlivic (krank), Stüdli anderes Team – USV ohne Bärtsch, Kühne, Wolfinger Fabio, Menzi, Quintans (alle verletzt). Toplu, Lüchinger, Salanovic, Beck (anderes Team)

 

USV mit glücklichem Punktgewinn in Gossau: Ospelt erzielt in der Nachspielzeit das 2:2

Philipp Ospelt avancierte mit seinem Tor zum Matchwinner für den USV. (Foto: MZ)

1. Liga Es war das dritte Spiel in Folge für den USV Eschen/Mauren ohne Niederlage. Die Leistung beim 2:2 gegen den direkten Konkurrenten Gossau war aber nicht «die beste», wie Mittelfeldakteur Robin Gubser meinte. Trotz über einer Stunde in Überzahl kam der Punktgewinn am Ende ziemlich glücklich zustande.

Von Manuel Moser (Liechtensteiner Volksblatt)

Die Abstiegssorgen beim USV Eschen/Mauren sind auch nach dem 2:2 gegen den direkten Konkurrenten Gossau noch nicht vom Tisch – die Unterländer können sich sogar glücklich schätzen, dass sie nach der 12. Runde nicht sogar auf einem Abstiegsplatz stehen. Denn die Elf von Trainer Erik Regtop konnte gegen das Team von Ex-Balzers-Trainer Patrick Winkler, nicht an die guten Leistungen der Vorwochen, als man St. Gallen II mt 7:1 schlug und sich gegen Winterthur II einen Punkt erkämpfte, anknüpfen. Wirklich Vorteile konnte sich zu Beginn der Partie keine Mannschaft erspielen. «Es war relativ ausgeglichen», meinte auch Robin Gubser nach der Partie. Und dennoch lag Gossau nach 20 Minuten bereits in Führung. «Sie hatten zwei gute Aktionen und machen daraus dann zwei Tore», fasst Gubser zusammen. Die Reaktion der Gäste aus dem Fürstentum blieb in der Folge aus – viel lief bei den Unterländern nicht zusammen. «Wir haben uns extrem schwergetan, Chancen herauszuspielen. Es haben die Ideen gefehlt.» Und auch als Gossau ab Minute 36. in Unterzahl spielte, blieben bei der Regtop-Elf die zündenden Ideen aus.

Ein klassischer «Lucky Punch»

In der 78. Minute keimte dann noch mal Hoffnung auf, als Stürmer Gaye nach toller Vorarbeit von Nussbaumer und Sonderegger den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie stocherte. Doch wirklich gefährlich war der USV weiterhin nicht. «Eigentlich sah nicht viel danach aus, als könnten wir noch treffen», meinte auch Gubser. Doch dann gelang der Treffer doch noch. Der in der ersten Halbzeit eingewechselte Phi­lipp Ospelt erzielte in der Nachspielzeit dann tatsächlich noch den 2:2-Ausgleich. «Ein klassischer Lucky-Punch», wie Gubser sagte. Angesichts der Leistung sei es aber nicht wirklich ein verdienter Punkt gewesen. «Aber klar, in unserer Situation nehmen wir den gerne mit.»

 

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