Meisterschaft 1. Liga

von Herbert Marxer

USV VERPASST BEFREIUNGSSCHLAG

Der Unterländer Erstligist USV Eschen/Mauren und Winterthur II trennen sich mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:0) Unentschieden.

Gegen den bisherigen Tabellendritten FC Winterthur II vergab der USV Eschen/Mauren einen durchaus möglichen Sieg und damit die Chance ins Mittelfeld vorzustossen. Die Unterländer liessen zu viele Chancen liegen und wären am Schluss durch einen Konter des FCW beinahe noch bestraft worden.

USV mit starker erster Hälfte

Gegen das spielerisch starke Winterthurer Nachwuchsteam zeigte die USV Mannschaft in der ersten Hälfte eine starke Leistung. Bereits in der Startphase (3.) tunnelte Lehmann am Sechzehner FCW Verteidiger Kargbo und legte damit ideal für Nussbaumer auf,  doch wurde dessen Schuss noch von einem Verteidiger abgeblockt. Die Unterländer blieben aber am Drücker und erneut war es Nussbaumer, dessen 16 Meter Schuss (10.) dem Winterthurer Torhüter Probleme bereitete. Der USV hatte weiterhin deutlich mehr Spielanteile und die Gäste kamen praktisch zu keinem nennenswerten Torabschluss. Nach einem Fehlzuspiel eines FCW Spielers direkt in die Füsse von Sefa Kaye gelang den Unterländer dann aber die 1:0 Führung.  Der türkisch stämmige Vorarlberger fackelte nicht lange und schlenzte den Ball halbhoch ins Lange Eck. Noch vor der Pause bot sich den Unterländern die Chance nachzulegen, doch der starke Gästetorhüter Rüegg parierte eine Direktabnahme von Wolfinger am Fünfereck bravourös.

Chancenplus für den USV, aber…

Auch nach dem Seitenwechsel  liessen sich die Unterländer die ersten Chancen durch Wolfinger  (47.) und Lehmann (49.) notieren, doch nach einem Corner verpasste es das Regtop-Team einen Konter der Winterthurer frühzeitig zu unterbinden.  Der vorgerückte Nezaj liess Pécseli  mit einem Absatzkick stehen, Scherrer kam gegen Liechti einen Tick zu spät, so dass schliesslich der freistehende Rama-Bitterfeld mit seinem Schuss aus rund 15 Meter zum 1:1 ausgleichen konnte.  Winterthur wurde nun stärker, liess den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren, konnte sich aber keine zwingende Chance erspielen. Eine Lehmann Flanke (65.) lenkte der FCW Torhüter noch mit den Fingerspitzen über die Latte. Anschliessend folgte ein zehnminütiger Sturmlauf der Unterländer an dessen Ende die Unterländer grosses Abschlusspech hatten. Nach einem Freistoss von Petkovic  (75.) über die Seite auf Wolfinger, brachte dieser den Ball zur Mitte wo der Winterthurer Torhüter erneut  im Mittelpunkt stand. Caglar Menderes erwischte diesen bei seinem Abschluss zentral vor dem Tor zwar contre- pied, doch konnte Torhüter Rüegg den Ball an den Pfosten lenken, von wo er entlang der Torlinie wieder ins Spiel zurückprallte. Dann aber hatten die Unterländer viel Glück nicht noch eine Niederlage einstecken zu müssen. Der eingewechselte Quintoles Costa entwischte nämlich abseitsverdächtig der hochstehenden USV Abwehr. Der FCW Stürmer hatte bereits den weit aus dem Tor geeilten Majer umspielt, als er noch vor der Schussabgabe ins leere USV Tor wegrutschte und dadurch den scheinbar sicheren Siegestreffer für das Winterthurer Nachwuchsteam verpasste. 

Insgesamt war es ein gutes Erstligaspiel das schliesslich Unentschieden endete. Den Unterländern fehlte ihr verletzter Goalgetter Michael Bärtsch und vielleicht gerade deshalb auch die Effizienz im Abschluss. Schade, denn mit dem Unentschieden verpasste der Unterländer Erstligist einen durchaus möglichen Befreiungsschlag. (hem) Liechtensteiner Vaterland

Telegramm:

Sportpark Eschen/Mauren – 300 Zuschauer – SR. Roman Hürlimann, assistiert von Daniel Sigrist und Begnad Cerovac

USV Eschen/Mauren: Majer Armando; Schmid (73. Caglar), Petkovic, Pécseli, Wolfinger; Scherrer; Thöni, Meier (58. Sonderegger), Nussbaumer (58. Gubser) Kaye, Lehmann (82. Bleisch,

FC Winterthur II: Rüegg; Kargbo, Nezaj, Kriz, Pauli; Hamdiu; Saliji, Rama-Bitterfeld; Liechti (63. Ltaief), Zeferino (73. Quintoles Costa), Volkart

Tore: 1:0 23. Min. Kaye Mehmet Sefa, 1:1 50. Min. Rama-Bitterfeld Skender Adrian

Bemerkungen: Verwarnungen für Bleisch (USV) und Hamdiu (FCW) – USV ohne Bärtsch, Fabio Wolfinger, Kühne, Quintans und Menzi (alle verletzt), Lüchinger, Ospelt, Salanovic und Beck (2. Mannschaft)

 

Trotz klarer Über­le­gen­heit: USV ver­passt Sieg gegen Winterthur

USV-Stürmer Sven Lehmann hatte Pech, scheiterte gegen Winterthur II in der zweiten Halbzeit am Pfosten. (Foto: Michael Zanghellini)

Fussball Mit dem 1:1 gegen Winterthur II konnte der USV Eschen/Mauren nicht wirklich zufrieden sein. Vor allem in der ersten Halbzeit führte man trotz Überlegenheit nur mit 1:0. Somit kommt man nach dem schwachen Saisonstart mit nur zwei Zählern aus den ersten sechs Spielen in der Tabelle nicht weiter nach oben.

«Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, durch Sven Lehmann und Sandro Wolfinger zwei dicke Chancen vergeben, da hätten wir höher führen müssen», ärgerte sich USV-Trainer Erik Regtop über die vergebenen Chancen. Sandro Wolfinger zog ausserhalb des Strafraums ab und scheiterte ebenso am Gäste-Keeper Rüegg. Besser machte es Sefa Gaye beim einzigen USV-Treffer, den er aus kurzer Distanz erzielte (23.). In vielen Szenen merkte man das Fehlen des verletzten Goalgetters Michael Bärtsch deutlich. Der USV, der vor allem vor der Pause sehr gefällig und mit viel Offensivdrang agierte, hätte sich selbst mit einer deutlicheren Führung belohnen müssen.

Die zweite Halbzeit war weit mehr umkämpft, die Gäste nutzten eine Kontersituation nach einem USV-Eckball zum Ausgleich. Wobei sich die Defensive der Hausherren gegen den Torschützen Rama-Bitterfeld ziemlich ungeschickt anstellte. Danach kamen auch die Gäste zu ihren Möglichkeiten.

Lehmann verpasst Siegtreffer

Die grösste Möglichkeit vergab USV-Stürmer Sven Lehmann, dessen Schuss der Gäste-Keeper an den Pfosten lenkte. Von dort sprang der Ball entlang der Torlinie wieder ins Spielfeld heraus. Am Ende war das Unentschieden sicher für die Gäste glücklicher als für die Unterländer. Insgesamt zeigte sich Regtop mit der Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen zufrieden: «Wir sind wieder dort, wo wir hingehören, in den letzten sechs Spielen haben wir elf Punkte gemacht. Gegen Ende des Spieles ist Winterthur stärker geworden, deshalb müssen wir – trotz der guten ersten Halbzeit – mit dem 1:1 doch zufrieden sein. Man muss bedenken, dass mit Bärtsch, Kühne, Gubser und Sonderegger vier für uns sehr wichtige Spieler gar nicht oder erst spät dabei waren.» Sven Lehmann ärgerte sich nach dem Spiel über seinen Pfostenschuss: «Das war Pech, aber ein anderes Mal geht der Ball ins Tor. Wir hatten schon vor meiner Chance Möglichkeiten, das eine oder andere Tor zu erzielen – das 1:1 lag nicht allein an diesem Pfostenschuss.»(ef) Liechtensteiner Volksblatt

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